Hundespielen

Die Natur hat alles sinnvoll eingerichtet, deshalb fangen auch Welpen automatisch mit dem „spielen“ an sobald sie die Wurfkiste verlassen.

Beim „Spielen“ lernen Eure Hunde, einfach ausgedrückt,  zu kämpfen ohne sich gleich zu töten!

ABER WARUM hat die Natur das so eingerichtet? 

Der Nachwuchs „fliegt“  mit dem Erwachsen werden raus und muss sich sein eigenes Territorium „erobern“ und eigenständig Beute machen und diese auch verteidigen, ohne selbst getötet zu werden. In der Natur ist es also Überlebens wichtig, dass Welpen das „spielen“ lernen.

Jetzt ist es aber so, dass die Welpen, die zu uns Menschen nach Hause kommen, kein Territorium mehr erkämpfen müssen, auch müssen sie Futter und andere Ressourcen nicht vor Konkurrenten verteidigen!

Wir stellen unseren Hunden ja alles zur Verfügung!

Was bringen wir unseren Welpen aber bei, wenn wir sie TROTZDEM in eine sogenannte „Spielgruppe“ stecken oder sie mit anderen Hunden „Spielen“ müssen?

  1.  Euer Hund lernt, dass er mit anderen Hunden was klären muss, obwohl er nicht mal mit ihm zusammen in einem Territorium lebt (aus Hundesicht total sinnlos)
  2. Eurer Hund lernt, dass Ihr Euch nicht als wichtiger Sozialpartner einbringt, denn ihr lasst Euren Hund „im Regen stehen“ und im schlimmsten Fall, wenn er von anderen Hunden verletzt wird, bekommt er auch noch eine Aggression gegen andere Hunde
  3. Spätestens beim Thema Leinenführigkeit bekommt ihr dann Probleme, da Euer Hund diese Einschränkung (denn die Leine ist eine Einschränkung für Eure Hunde und bedeutet Abhängigkeit) dann nicht akzeptieren und zu den anderen Hunden hin „müssen“, um zu klären!

 

Wenn Ihr also einen Hund haben wollt, wo IHR das WICHTIGSTE für ihn sein möchtet, schickt ihn nicht zum „Hundespielen“, stattdessen bringt ihm bei, dass es sehr wohl andere Hunde gibt, er sich aber nicht um jeden kümmern muss, denn schließlich seid Ihr für Eure Hunde da.

Schwanzwedeln ist übrigens auch keine Freude, sondern Euer Hund weiß einfach nur nicht, was als nächstes passiert, positiv oder auch negativ möglich! Beobachtet Eure Hunde in ihrer Körpersprache und lernt Eure Hunde wirklich zu verstehen! Sie werden es Euch „danken“ indem sie Euch ihr Leben vollkommen anvertrauen.

PS: Wer meint, dass das „Hundespielen“ wichtig für die Sozialisierung ist, hat Recht, denn: dadurch bekommt Euer Hund erst Probleme mit anderen Hunden! Ein gut sozialisierter Hund rennt niemals stürmisch und im schlimmsten Fall noch direkt auf einen anderen Hund zu, geschweige denn auf ältere oder kranke Hunde. Ein gut sozialisierter Hund orientiert sich an Euch und provoziert nicht andere Hunde.

Und noch ein Tipp: Probiert es einfach mal aus, indem ihr statt Euren Hund wieder zum „Spielen“ zu schicken, einfach mal weiter geht und beobachtet Eure Hunde in der Körpersprache, wenn ihr „vorbei“ seid, da Eure Hunde ja schon wissen, dass sie gleich „spielen“ müssen und ihr produziert sozusagen einen Fehlalarm, denn heute geht es NICHT zum Hundespielen!

 

Deshalb gibt es bei uns KEIN „Hundespielen“ und auch keine Welpenspielstunden!

Bei uns lernt der Mensch, was er tun kann, damit SEIN HUND ihm vertraut!

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Wer noch mehr darüber lernen möchte, kann sich gerne bei uns informieren.

in diesem Sinne ….  Für glückliche Hunde UND Besitzer

Nachwort:

Natürlich können Hunde „spielen“ gelassen werden, aber man sollte wissen, dass man sich damit als Mensch nicht zum „Wichtigsten“ für seinen Hund „qualifizier“, im Gegenteil.

Ich habe bisher drei mal jeweils 2 Hunde in meinem Haushalt gehabt, sie haben IMMER aufgehört zu „spielen“, wenn alles geklärt war, egal ob sie es damals noch selbst klären mussten oder ich es später für Sie „geklärt“ habe!